Am 16. Oktober fanden sich im Rehazentum HESS in Bietigheim-Bissingen 70 Kolleg*innen aus den verschiedensten Fachrichtungen zusammen, um Bewegungstherapien bei Rückenpatienten und Rückenproblemen bei Athleten zu diskutieren.

Prof. Dr. Dr. Heiko Striegel begrüsste für die Sportärzteschaft Württemberg e.V., die diese Fortbildung gemeinsam mit dem sportmedizinischen Arbeitskreis Ludwigsburg e.V. ausrichtete. Dessen 2. Vorsitzender Dr. Christoph Lukas organisierte den Abend und begann gleich mit einem spannenden Vortrag über die konservativen Therapieverfahren bei Rückenschmerzen und die Epidemiologie des Rückenschmerz bei Athleten. Der ehemalige Handballnationaltorhüter Johannes Bitter brachte in einer Videobotschaft wichtige persönliche Erfahrungen ein. Marco von Frankenberg wies daraufhin, dass am Spielfeldrand bei Rückenschmerz fast keine physiotherapeutischen Maßnahmen möglich bzw. sinnvoll sind, ansonsten aber Physiotherapeuten in aller erster Linie zum Zuge kommen sollten. Der Wirbelsäulenchirurg Dr. Harald Schall erläuterte, wann auch bei Athleten Operationen unvermeidbar sind und ob und wie sie wieder zurück in den Sport kommen können. Die spezielle Situation bei Kindern brachte uns Dr. Micha Langendörfer näher. Den Abschluss des gelungen Abends machte der Neuropsychologe Dr. Wolfgang Kringler. 

Es zeigte sich wieder, wie wichtig die Vernetzung gerade auch für die optimale Versorgung der Athleten ist. Mehr solche Möglichkeiten des interdisziplinären Austauschs sind wünschenswert.

Dr. Dierk-Christian Vogt, Sportmedizinischer Arbeitskreis Ludwigsburg e.V.

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